Gloria & Gloriette - Die Kamera










Wir sind Juden aus Breslau





Sondervorstellung am Sonntag, 10.12.2017, 11:30 Uhr
Im Rahmen der J├╝disch-Muslimischen Kulturtage Heidelberg

Deutschland 2016
Regie: Karin Kaper und Dirk Szuszies
Dokumentarfilm

Ein Film von aktueller Brisanz, der ein eindringliches Zeichen setzt gegen st├Ąrker werdende nationalistische und antisemitische Str├Âmungen in Europa. Ein Film, der aufzeigt, wohin eine katastrophale Abschottungspolitik gegen├╝ber Fl├╝chtlingen f├╝hrt. Ein Film, der anhand der Lebensschicksale der Protagonisten auch die Gr├╝ndung des Staates Israel mit den Erfahrungen des Holocaust in Verbindung setzt.

Sie waren jung, blickten erwartungsfroh in die Zukunft, f├╝hlten sich in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgr├Â├čten j├╝dischen Gemeinde, beheimatet. Dann kam Hitler an die Macht. Ab diesem Zeitpunkt verbindet diese Heranwachsenden das gemeinsame Schicksal der Verfolgung durch Nazi-Deutschland als Juden: Manche mussten fliehen oder ins Exil gehen, einige ├╝berlebten das Konzentrationslager Auschwitz. Der Heimat endg├╝ltig beraubt, entkamen sie in alle rettenden Himmelsrichtungen und bauten sich in den USA, England, Frankreich, und auch in Deutschland ein neues Leben auf. Nicht wenige haben bei der Gr├╝ndung und dem Aufbau Israels wesentlich mitgewirkt.

14 Zeitzeugen stehen im Mittelpunkt des Films. Sie erinnern nicht nur an vergangene j├╝dische Lebenswelten in Breslau. Ihre sp├Ąteren Erfahrungen veranschaulichen eindr├╝cklich ein facettenreiches Generationenportr├Ąt. Einige von ihnen nehmen sogar den Weg in die fr├╝here Heimat auf sich, reisen ins heutige Wroc┬│aw, wo sie einer deutsch-polnischen Jugendgruppe begegnen. Gerade in Zeiten des zunehmenden Antisemitismus schl├Ągt der Film eine emotionale Br├╝cke von der Vergangenheit in eine von uns allen verantwortlich zu gestaltende Zukunft.

Eine Rolle im Film spielt auch der Wiederaufbau einer j├╝dischen Gemeinde in Wroc┬│aw. Diese Einbindung macht die Fallh├Âhe deutlich, der Kontrast zum Vergangenen, zum unwiderruflich Verlorenen, wird schmerzhaft gr├Â├čer und deutet doch die M├Âglichkeit eines zarten Neubeginns an. (www.judenausbreslaufilm.de)


     

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GLORIA FTB GmbH, Heidelberg.
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