Gloria & Gloriette - Die Kamera










Amador und Marcelas Rosen





Spanien 2011
Regie & Drehbuch: Fernando León de Aranoa
Musik: Lucio Godoy
Darstellende: Magaly Solier, Celso Bugallo, Pietro Sibille, Sonia Almarcha, uva.
Laufzeit: 110 Minuten

"Er ist ein einfacher Mann", sagt die neue Arbeitgeberin Yolanda (Sonia Almarcha) zu Marcela. Viel Kummer bereitet Yolandas bettlägeriger Vater (Celso Bugall) der jungen Bolivianerin (Magaly Solier) nicht, welche die erwachsene Tochter von Amador als Pflegekraft eingestellt hat. Nur eine Sorge bürdet der todkranke alte Mann ihr auf. Doch diese mit jemandem zu teilen, wagt Marcela nicht. Bis dahin setzt Amador tagein, tagaus seine Puzzles zusammen. Das unscheinbare Geduldsspiel ist komplizierter, als es auf den ersten Blick scheint, erklärt der Titelcharakter von Fernando Leon de Aranoas zärtlich-bitterem Drama.
Eines der Puzzleteile hält Amador Marcela hin. Es ist sein Abschiedsgeschenk an sie. Ablehnen kann sie es nicht. Die Hand, die es hält, ist starr und kalt. Amador ist in der Nacht gestorben. All ihre Fragen und Ängste, die er verstanden hätte, kann die in sich gekehrte junge Frau nun nicht mehr mit ihm teilen. Doch mit seinem Geschenk sagt Amador mehr, als es Worte gekonnt hätten. Warum man ein Bild zerschneide, nur um es dann mühsam wieder zusammenzufügen, fragt Marcela. Die Frage wirft für manche auch Aranoas Beitrag zum Panorama auf. Zu langwierig und zurückhaltend mag das unscheinbare Drama erscheinen. Doch unter der schlichten Oberfläche verbirgt sich, da waren sich Kritiker und Publikum einig, eine echte Perle der diesjährigen Berlinale. Q: kino-zeit.de


     

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