Gloria & Gloriette - Die Kamera










Matinéen

FĂĽr cineastische FrĂĽhaufsteher bieten wir an (fast) allen Sonntagen und vielen Feiertagen in unseren Kinos Gloria, Gloriette und Die Kamera auch Vormittagsvorstellungen - 11:30 Uhr - an. Dabei zeigen wir besonders empfehlenswerte Titel des aktuellen Programms und Vorpremieren vielversprechender kĂĽnftiger Neustarts zum reduzierten Eintrittspreis.

 



Bitte nach Mitte! – Die Schauspielschule „Ernst Busch“ zieht um

D 2019
Regie: Anne Osterloh
Dokumentarfilm

30 Jahre Mauerfall – das sind auch 30 Jahre Geschichte der „Ernst Busch“, der renommiertesten Schauspielschule Deutschlands. Die Jahre während des Mauerfalls stehen im Zentrum des Films. Die Geschichte und Geschichten erzählen die Absolventen selbst: u.a. Leander Haußmann, Lars Eidinger, Nina Hoss, Mark Waschke, Thomas Ostermeier und Rainald Grebe.

Nach der „Wende“ sollte diese Institution aus dem Osten der Stadt abgewickelt werden. Dann kämpften Studierende und Dozenten. Was klein und aussichtslos begann, wurde schließlich nach 30 Jahren zum triumphalen Erfolg: Die „Ernst Busch“ steht heute als Neubau in Berlin Mitte. (Camino Filmverleih)



 So  24.11.  11:30 Uhr  DIE KAMERA 

Marianne & Leonard - Words of Love - engl. OmU

USA 2019
Regie: Nick Broomfield
Dokumentarfilm

Der neueste Film des gefeierten Dokumentarfilmregisseurs Nick Broomfield, erzählt die schöne, aber auch tragische Liebesgeschichte zwischen Leonard Cohen und seiner norwegischen Muse Marianne Ihlen. Ihre Liebe begann 1960 auf der idyllischen griechischen Insel Hydra als Teil einer unkonventionellen Gemeinschaft ausländischer Künstler, Schriftsteller und Musiker. Mit vielen bisher unveröffentlichten Aufnahmen folgt der Film ihrer Beziehung von den Anfängen auf Hydra, einer bescheidenen Zeit der „freien Liebe“ und der offenen Ehe, bis hin zur Entwicklung ihrer Liebe, als Leonard ein erfolgreicher Musiker wurde.

Marianne und Leonards Liebesgeschichte sollte für den Rest ihres Lebens weitergehen. Auf diesem Weg erfahren wir von den Tragödien derer, die die Schönheit von Hydra nicht überlebt haben, von den Höhen und Tiefen in Leonards Karriere und der inspirierenden Kraft, die Marianne besaß. (Piece of Magic Entertainment)



 So  24.11.  11:30 Uhr  GLORIETTE 

Much Loved

Sondervorstellung in Kooperation mit AG Heidelberger Frauenverbände und –gruppen anlässlich des "Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen"

am Sonntag, 24.11.19, 11:00 Uhr

Mit Filmgespräch im Anschluss an die Vorstellung

F, MA 2016
Regie: Nabil Ayouch
Darsteller: Loubna Abidar, Asmaa Lazrak, Halima Karaouane, Sara Elhamdi Elalaoui und Abdellah Didane

Auch wenn er meist, wenn überhaupt, nur verschämt behandelt wird, gibt es natürlich auch in der arabischen Welt Sex - und vor allem Prostitution. Dieses Tabu-Thema geht der in Paris geborene, aus Marokko stammende Regisseur Nabil Ayouch in "Much Loved" an, der sein Thema in Wort und Bild so drastisch darstellt, dass er in Marokko verboten wurde.

In Marrakesch, dem beliebten Touristenziel am Rand des Rif-Gebirges gehen sie ihrer Arbeit nach: Noha (Loubna Abidar), mit 28 die älteste, und die etwas jüngeren Soukaina (Halima Karaouane) und Randa (Asmaa Lazrak). In einem modernen Appartement leben sie, als wäre es eine Wohngemeinschaft, Nachts machen sie sich schön und ziehen sich aufreizend an, um sich an möglichst reiche Männer zu verkaufen. Diese kommen besonders aus dem erz-konservativen Königreich Saudi-Arabien ins liberalere Marokko, kaufen sich Frauen, benutzen und erniedrigen sie nach Gusto.

Viel Geld verdienen Noha und ihre Freundinnen mit ihrer Arbeit, sehen sich in der islamisch geprägten Gesellschaft aber vielfältigen Vorurteilen und Anfeindungen ausgesetzt. Wenn sie ihre Mutter besuchen geht, die in einem traditionellen Viertel der Stadt wohnt, tauscht Noha Minirock und tiefes Dekollete gegen Kaftan und Kopftuch aus und versucht für einen Moment, in eine andere Welt einzutauchen. Ihr kleiner Sohn, den ihre Mutter aufzieht, scheint Nohas Antrieb zu sein, doch einen Plan für ihr Leben hat sie nicht.

Nabil Ayouchs Film lebt von seinen Kontrasten, von der Gegenüberstellung der traditionellen, konservativen Gesellschaft Marokkos, mit dem Leben der Luxusprostituierten und ihrer Freier. Ausführlich und explizit zeigt Ayouch die Clubs, Bars und Parties, auf denen Noha und ihre Freundinnen Männer treffen, trinken, tanzen und sich den Wünschen ihrer Kunden gemäß mehr oder weniger erniedrigen. Die Reduzierung der Frauen auf das Doppel Mutter-Hure, das natürlich auch in der westlichen Welt, im westlichen Kino zu finden ist, wirken hier besonders extrem. (programmkino.de)



 So  24.11.  11:00 Uhr  GLORIA 


GLORIA FTB GmbH, Heidelberg.
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