Gloria & Gloriette - Die Kamera










Matinéen

Für cineastische Frühaufsteher bieten wir an (fast) allen Sonntagen und vielen Feiertagen in unseren Kinos Gloria, Gloriette und Die Kamera auch Vormittagsvorstellungen - 11:30 Uhr - an. Dabei zeigen wir besonders empfehlenswerte Titel des aktuellen Programms und Vorpremieren vielversprechender künftiger Neustarts zum reduzierten Eintrittspreis.

 



Lion - Der lange Weg nach Hause

Australien, UK, USA 2016
Regie: Garth Davis
Darsteller: Dev Patel, Nicole Kidman, Sunny Pawar, Rooney Mara, David Wenham

Die besten Geschichten schreibt bekanntlich das Leben. Eine solch starke Story ist jene des kleinen Jungen, der am Bahnhof vergessen wird. Nach einer Odyssee durch halb Indien landet der Knirps im Heim. Wird von einem Paar in Australien adoptiert. Und macht sich 20 Jahre später auf die Suche nach seiner leiblichen Familie. Gelungenes Gefühlskino, das die richtigen Knöpfe drückt, ohne zu dick aufzutragen. Das konventionelle Strickmuster samt sattem Klangteppich sowie ein paar Kitsch-Kalorien können in diesem Genre getrost durchgehen. Überragend ist ein fünfjähriger Kinderdarsteller, der selbst einer überzeugenden Nicole Kidman locker die Show stiehlt. Bei den Oscars dürfte dieser Löwe laut brüllen – nicht zuletzt, weil Hollywood-Schwergewicht Harvey Weinstein hier als Dompteur fungiert.

(programmkino.de)


 So  19.11.  11:30 Uhr  DIE KAMERA 

The Big Sick

USA 2016
Regie: Michael Showalter
Darsteller: Kumail Nanjiani, Zoe Kazan, Holly Hunter, Ray Romano, Anupam Kher

Obwohl die Eltern des Stand-up-Komikers Kumail (Kumail Nanjiani) schon lange nicht mehr in Pakistan wohnen, halten sie an den alten Traditionen fest. Dazu gehört auch, dass die Eltern (Anumpam Kher und Zenobia Shroff) eine Ehepartnerin für den unverheirateten Mittdreißiger finden. Was sie nicht wissen: Bei einer Show in Chicago hat Kumail die junge Emily (Zoe Kazan) kennengelernt. Bald ist er Hals über Kopf in die eigensinnige Studentin verliebt.

Doch das junge Glück zerbricht, als Emily erfährt, dass Kumail regelmäßig andere Frauen kennenlernt. Kumail traut sich nicht, seine Familie vor den Kopf zu stoßen. Da wird Emily wegen einer rätselhaften Erkankung eingeliefert. Schnell verschlechtert sich ihr Zustand, die Ärzte versetzen sie ins künstliche Koma. Im Wartezimmer lernt Kumail auch ihre Eltern (Holly Hunter und Ray Romano) kennen. Gemeinsam hoffen sie darauf, dass Emily wieder gesund wird. Doch kann Kumail dann auch zu seiner Liebe stehen? (kino.de)



 So  19.11.  11:30 Uhr  GLORIA 

Wir sind Juden aus Breslau

Sondervorstellung am Dienstag, 21.11.2017, 18:30 Uhr, Gloriette

Im Rahmen der Jüdisch-Muslimischen Kulturtage Heidelberg präsentiert die Regisseurin Karin Kaper ihren Film.

Filmgespräch im Anschluss an die Vorstellung.

Weitere Vorstellungen:
Do, 16.11. + Fr, 17.11.17 jeweils um 17:00 Uhr
So, 19.11.17 um 11:30 Uhr

Deutschland 2016
Regie: Karin Kaper und Dirk Szuszies
Dokumentarfilm

Ein Film von aktueller Brisanz, der ein eindringliches Zeichen setzt gegen stärker werdende nationalistische und antisemitische Strömungen in Europa. Ein Film, der aufzeigt, wohin eine katastrophale Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen führt. Ein Film, der anhand der Lebensschicksale der Protagonisten auch die Gründung des Staates Israel mit den Erfahrungen des Holocaust in Verbindung setzt.

Sie waren jung, blickten erwartungsfroh in die Zukunft, fühlten sich in Breslau, der Stadt mit der damals in Deutschland drittgrößten jüdischen Gemeinde, beheimatet. Dann kam Hitler an die Macht. Ab diesem Zeitpunkt verbindet diese Heranwachsenden das gemeinsame Schicksal der Verfolgung durch Nazi-Deutschland als Juden: Manche mussten fliehen oder ins Exil gehen, einige überlebten das Konzentrationslager Auschwitz. Der Heimat endgültig beraubt, entkamen sie in alle rettenden Himmelsrichtungen und bauten sich in den USA, England, Frankreich, und auch in Deutschland ein neues Leben auf. Nicht wenige haben bei der Gründung und dem Aufbau Israels wesentlich mitgewirkt.

14 Zeitzeugen stehen im Mittelpunkt des Films. Sie erinnern nicht nur an vergangene jüdische Lebenswelten in Breslau. Ihre späteren Erfahrungen veranschaulichen eindrücklich ein facettenreiches Generationenporträt. Einige von ihnen nehmen sogar den Weg in die frühere Heimat auf sich, reisen ins heutige Wroc³aw, wo sie einer deutsch-polnischen Jugendgruppe begegnen. Gerade in Zeiten des zunehmenden Antisemitismus schlägt der Film eine emotionale Brücke von der Vergangenheit in eine von uns allen verantwortlich zu gestaltende Zukunft.

Eine Rolle im Film spielt auch der Wiederaufbau einer jüdischen Gemeinde in Wroc³aw. Diese Einbindung macht die Fallhöhe deutlich, der Kontrast zum Vergangenen, zum unwiderruflich Verlorenen, wird schmerzhaft größer und deutet doch die Möglichkeit eines zarten Neubeginns an. (www.judenausbreslaufilm.de)



 So  19.11.  11:30 Uhr  GLORIETTE 


GLORIA FTB GmbH, Heidelberg. Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen (auch Saaltausch) vorbehalten. 


[Impressum]