Gloria & Gloriette - Die Kamera










Psychoanalyse & Film

Programmübersicht & Filmbeschreibungen:

Termin & Spielzeit Filmtitel & Referent
25.03.2020, 20:00 Uhr 3 Tage in Quiberon
Romy Schneider. Zerrissen zwischen Berühmtheit und Missbrauch
vorgestellt von A. Gilliard
29.04.2020, 20:00 Uhr Die Beste aller Welten
Über Mutterliebe zwischen Hochspannung und Absturz und über die Kraft, die Drogensucht zu bekämpfen
vorgestellt von S. von Falkenhausen-Leube
27.05.2020, 20:00 Uhr Der Junge muss an die frische Luft
Ein kleiner Junge zwischen Ruhrpott-Idylle und Familientragödie
vorgestellt von S. Ameskamp
24.06.2020, 20:00 Uhr 50 Jahre CSD: The Imitation Game
Die Geschichte des berühmten Mathematikers Alan Turing, der den Enigma-Code entschlüsselte und dem seine Homosexualität zum Verhängnis wurde
vorgestellt von R. Zimmer
JULI & AUGUST SOMMERPAUSE
30.09.2020, 20:00 Uhr Leid und Herrlichkeit
Blick zurück im Schmerz. Auf der Suche nach den verlorenen Beziehungen
vorgestellt von E. Tilch-Bauschke
28.10.2020, 20:00 Uhr Paranza - Der Clan der Kinder
Wie Kinder ohne Perspektive vom Geld und der Macht der Mafia verführt werden
vorgestellt von I. Rigamonti
25.11.2020, 20:00 Uhr Systemsprenger
Kino als Wutmaschine. Aus dem Leben eines schwer traumatisierten Mädchens
vorgestellt von C. Pop und K. Kruse (Gastreferentinnen aus Saarbrücken)
DEZEMBER WEIHNACHTSPAUSE

 




3 Tage in Quiberon

Psychoanalyse & Film am Mittwoch, 25.03.20, 20:00 Uhr
"Romy Schneider. Zerrissen zwischen Berühmtheit und Missbrauch"
vorgestellt von A. Gilliard

Deutschland 2018
Regie: Emily Atef
Darsteller: Marie Bäumer, Birgit Minichmayr, Robert Gwisdek, Charly Hübner

1981 verbringt der Weltstar Romy Schneider (Marie Bäumer) drei Tage mit ihrer besten Freundin Hilde (Birgit Minichmayr) in dem kleinen bretonischen Kurort Quiberon, um sich dort vor ihrem nächsten Filmprojekt ein wenig Ruhe zu gönnen. Trotz ihrer negativen Erfahrungen mit der deutschen Presse willigt die Schauspielerin in ein Interview mit dem STERN-Reporter Michael Jürgs (Robert Gwisdek) ein, zu dem der von Romy Schneider geschätzte Fotograf Robert Lebeck (Charly Hübner) die dazugehörige Fotostrecke liefert. Aus dem geplanten Termin entwickelt sich ein drei Tage andauerndes Katz- und Mausspiel zwischen dem Journalisten und der Ausnahmekünstlerin, das auch Robert Lebeck und Romys Freundin Hilde an ihre Grenzen bringt...

Inspiriert von den beeindruckenden, sehr persönlichen Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die Robert Lebeck 1981 von Romy Schneider in Quiberon gelangen, erzählt die Regisseurin Emily Atef („Das Fremde in mir“, „Töte mich“) in 3 TAGE IN QUIBERON von einem entscheidenden Ereignis in der letzten Lebensphase einer der berühmtesten deutschen und europäischen Schauspielerinnen. Atefs in schwarz-weiß gedrehtes Leinwandepos ist nicht nur das Porträt einer hochbegabten, sensiblen Frau in all ihrer Widersprüchlichkeit, sondern stellt ganz allgemein die Frage nach dem Spannungsverhältnis zwischen öffentlicher und privater Person. Mit einer herausragenden Marie Bäumer („Der Geschmack von Apfelkernen“, „Zum Geburtstag“) in der Hauptrolle gelingt es Atef in 3 TAGE IN QUIBERON, weniger den Star als vielmehr den Menschen Romy Schneider in den Vordergrund zu rücken. In den Nebenrollen brillieren Birgit Minichmayr („Alle Anderen“, „Nur Gott kann mich richten“) als Romys Freundin Hilde, Robert Gwisdek („Das Wochenende“, „Schoßgebete“) als Michael Jürgs und Charly Hübner („Vor der Morgenröte“, „Magical Mystery“) als Robert Lebeck. (Prokino)



Der Junge muss an die frische Luft

Psychoanalyse & Film am Mittwoch, 27.05.20, 20:00 Uhr
"Ein kleiner Junge zwischen Ruhrpott-Idylle und Familientragödie"
vorgestellt von S. Ameskamp

D 2018
Regie: Caroline Link
Darsteller: Luise Heyer, Julius Weckauf, Sönke Möhring, Joachim Król

Basierend auf Hape Kerkelings gleichnamigem autobiographischem Bestseller.

Der Ruhrpott im Jahr 1972: Der neunjährige Hans-Peter (Julius Weckauf) ist ein wenig pummelig, lässt sich davon aber nicht bedrücken. Stattdessen feilt er fleißig an seiner großen Begabung, andere zum Lachen zu bringen, was sowohl bei den Kunden im Krämerladen seiner Oma Änne (Hedi Kriegesgott) als auch bei seiner ebenso gut gelaunten wie feierwütigen Verwandtschaft natürlich gerne gesehen wird. Doch dann wird seine Mutter Margret (Luise Heyer) wegen einer chronischen Kieferhöhlenentzündung operiert und verliert ihren Geruchs- und Geschmackssinn, wodurch sie in eine tiefe Depression stürzt. Sein Vater Heinz (Sönke Möhring) ist ratlos, aber Hans-Peter fühlt sich dadurch nur noch umso mehr angetrieben, sein komödiantisches Talent auszubauen... (filmstarts.de)



Die Beste aller Welten

Psychoanalyse & Film am Mittwoch, 29.04.20, 20:00 Uhr
"Über Mutterliebe zwischen Hochspannung und Absturz und über die Kraft, die Drogensucht zu bekämpfen"
vorgestellt von S. von Falkenhausen-Leube

Österreich, Deutschland 2017
Regie: Adrian Goiginger
Darsteller: Verena Altenberger, Jeremy Miliker, Lukas Miko, Michael Pink u.a.

Adrian, 7 Jahre alt, erlebt seine Kindheit in einem außergewöhnlichen-Milieu, mit einer Mutter zwischen Fürsorglichkeit und Drogenrausch. Wenn er groß ist, möchte er Abenteurer werden. Trotz allem ist es für ihn eine behütete Kindheit, die beste aller Welten, bis sich die Außenwelt nicht mehr länger aussperren lässt. Helga weiß, sie muss clean werden, um ihren Sohn nicht für immer zu verlieren. Doch dazu muss sie ihre eigenen Dämonen besiegen... (Filmperlen)



Leid und Herrlichkeit

Psychoanalyse & Film am Mittwoch, 30.09.20, 20:00 Uhr
"Blick zurück im Schmerz. Auf der Suche nach den verlorenen Beziehungen"
vorgestellt von E. Tilch-Bauschke

OSCAR®-Nominierung "Bester Hauptdarsteller": Antonio Banderas

Spanien 2019
Regie: Pedro Almodóvar
Darsteller: Antonio Banderas, Asier Etxeandia, Penélope CruzLeonardo Sbaraglia, Nora Navas, Julieta Serrano, César Vicente

Berühmt, reich und gefeiert steht Salvador Mallo (Antonio Banderas) plötzlich an einem Wendepunkt in seinem Leben und blickt zurück auf eine wilde Reise voller Höhen und Tiefen. Aufgewachsen im Valencia der 60er Jahre, aufgezogen von seiner liebevollen Mutter (Penélope Cruz), die sich ein besseres Leben für ihn wünscht, entdeckt er schon früh seine Leidenschaft für die Magie des Kinos und die Geschichten, die es erzählt. In den 80er Jahren zieht es ihn nach Madrid, wo er auf Federico (Leonardo Sbaraglia) trifft, eine Begegnung, die sein Leben von Grund auf verändern wird.
Gezeichnet von seinem exzessiven Leben blickt Salvador jetzt auf die Jahre zurück, in denen er als Regisseur große Erfolge feierte, schmerzliche Verluste hinnehmen musste, aber auch zu einem der innovativsten und erfolgreichsten Filmschaffenden in Spanien wurde. Durch die Reise in seine Vergangenheit und die Notwendigkeit diese zu erzählen, findet Salvador den Weg in ein neues Leben…. (StudioCanal)



Paranza - Der Clan der Kinder

Psychoanalyse & Film am Mittwoch, 28.10.20, 20:00 Uhr
"Wie Kinder ohne Perspektive vom Geld und der Macht der Mafia verführt werden"
vorgestellt von I. Rigamonti

I 2019
Regie: Claudio Giovanessi
Darsteller: Francesco Di Napoli, Viviana Aprea, Mattia Piaon Del Balzo, Ciro Vecchione, Ciro Pellechia, Ar Tem

Sie wollen Markenschuhe, Motorroller und das schnelle Geld: In ihrer Heimatstadt Neapel, wo die Mafia-Bosse der Camorra umgebracht oder verhaftet wurden, haben Nicola und die Jungs aus seiner Clique das Regiment übernommen. Die 15-jährigen haben weder Angst vor dem Gefängnis, noch vor dem Tod. Denn für sie gibt es kein Morgen, keine Perspektive, keine Hoffnung. Sie dealen mit Drogen und begehen Morde, während sie nachts bei ihren Eltern schlafen und ihre ersten Erfahrungen in Sachen Liebe machen.
Die „Paranzas“, wie sie sich selbst nennen, wollen alles – und das am besten sofort. Im Zentrum der Geschichte steht Nicola (Francesco Di Napoli), der den Krieg zwischen den verfeindeten Clans gekonnt für seine Geldgeschäfte nutzt. Mehr als diesen Krieg liebt er nur seinen jüngeren Bruder und die schöne Letizia (Viviana Aprea), mit der er sich sogar einen Neuanfang außerhalb der verschworenen Gemeinschaft vorstellen kann… (Prokino)



Systemsprenger

Psychoanalyse & Film am Mittwoch, 25.11.20, 20:00 Uhr
"Kino als Wutmaschine. Aus dem Leben eines schwer traumatisierten Mädchens
vorgestellt von C. Pop und K. Kruse (Gastreferentinnen aus Saarbrücken)

D 2019
Regie: Nora Fingscheidt
Darsteller: Helena Zengel, Albrecht Schuch, Lisa Hagmeister, Gabriela Maria Schmeide, Melanie Straub

Deutschlands OSCAR® - Beitrag 2020:
Kategorie: „Bester fremdsprachiger Film“

Berlinale 2019: Silberner Bär & Preis der Leserjury der Berliner Morgenpost

Benni ist neun, keineswegs dumm, aber oft nicht zu bändigen. Durch ein frühkindliches Trauma hasst sie es, im Gesicht berührt zu werden, eine Schwäche, die andere Kinder in der Schule oder den wechselnden Heimen, durch die Benni gereicht wird, auszunutzen verstehen. Kommt es zum Streit reicht eine Berührung und Bennis rastet aus. Die Sozialarbeiterin Frau Bafané (Gabriela Maria Schmeide) hat trotz allem große Sympathien für Benni, sieht, dass sie ein kluges Kind ist, doch langsam gehen ihr die Optionen aus. Kein Heim in der Region will Benni mehr aufnehmen, jede Möglichkeit scheint erschöpft, auch die an sich Beste, eine Rückkehr zur Mutter Bianca (Lisa Hagmeister), ist wenig aussichtsreich, denn die Mutter ist von ihrer Tochter komplett überfordert.

Der Weg in die geschlossene Anstalt scheint unausweichlich, doch der Sozialarbeiter Micha (Albrecht Schucht) erkennt sich in Benni wieder. Er war selbst einst auf dem Weg, sein Leben komplett zu verpfuschen und hat gerade so die Kurve bekommen. Er schlägt vor, mit Benni drei Wochen im Wald zu verbringen, in der Ruhe der Natur, ohne Fernsehen, ohne Ablenkung, ohne Irritationen... (programmkino.de)



The Imitation Game

50 Jahre CSD:
Psychoanalyse & Film am Mittwoch, 24.06.20, 20:00 Uhr
"Die Geschichte des berühmten Mathematikers Alan Turing, der den Enigma-Code entschlüsselte und dem seine Homosexualität zum Verhängnis wurde"
vorgestellt von R. Zimmer

GB 2014
Regie: Morten Tyldum
Darsteller: Benedict Cumberbatch, Keira Knightley, Matthew Goode, Mark Strong, Chales Dance

Der englische Mathematiker Alan Turing ist so verschroben wie grandios. Dank seiner Fähigkeiten gelingt es dem britischen Geheimdienst im Zweiten Weltkrieg, die als unangreifbar geltende Codierung der deutschen Enigma-Maschine zu knacken, mit der die Nazis ihre Befehle verschlüsseln. Dieses Wissen hat entscheidenden Einfluss auf den Kriegsverlauf. Der Sieg der Alliierten beschert dem Genie indes keinen Triumph. Seine Meisterleistung bleibt jahrzehntelang top secret. Schlimmer noch: wegen seiner Homosexualität wird er in den 50er Jahren verurteilt und in den Suizid getrieben. Erst 2013 wird Turing von der Queen rehabilitiert – und bekommt mit diesem bewegenden Drama ein eindrucksvolles Denkmal, das ohne viel Wahrscheinlichkeitsrechung höchst Oscar-verdächtig ist. Allen voran Hauptdarsteller Benedict Cumberbatch, der scheinbar mühelos eine bravouröse Glanzleistung bietet.



GLORIA FTB GmbH, Heidelberg.
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