Gloria & Gloriette - Die Kamera










Psychoanalyse & Film

Der Titel dieser Filmreihe ist durchaus programmatisch: Psychoanalytiker und Psychoanalytikerinnen kommentieren Filme.
In langjähriger Tradition präsentieren wir monatlich einen ausgewählten Film ihrer Wahl. Unter psychologischen und -analytischen Gesichtspunkten werden die Filme von den Expertinnen und Experten betrachtet und vorgestellt. Der kurzen Einführung direkt vor Filmstart folgt im Anschluss an die Vorstellung eine ausführliche Analyse und die meist rege Diskussion mit dem Publikum.





Programmübersicht & Filmbeschreibungen:

Termin & Spielzeit Filmtitel & Referent
JULI & AUGUST SOMMERPAUSE
30.09.2020, 20:00 Uhr Leid und Herrlichkeit
Blick zurück im Schmerz. Auf der Suche nach den verlorenen Beziehungen
vorgestellt von E. Tilch-Bauschke
28.10.2020, 20:00 Uhr Paranza - Der Clan der Kinder
Wie Kinder ohne Perspektive vom Geld und der Macht der Mafia verführt werden
vorgestellt von I. Rigamonti
25.11.2020, 20:00 Uhr Systemsprenger
Kino als Wutmaschine. Aus dem Leben eines schwer traumatisierten Mädchens
vorgestellt von C. Pop und K. Kruse (Gastreferentinnen aus Saarbrücken)
DEZEMBER WEIHNACHTSPAUSE

 




Leid und Herrlichkeit

Psychoanalyse & Film am Mittwoch, 30.09.20, 20:00 Uhr
"Blick zurück im Schmerz. Auf der Suche nach den verlorenen Beziehungen"
vorgestellt von E. Tilch-Bauschke

OSCAR®-Nominierung "Bester Hauptdarsteller": Antonio Banderas

Spanien 2019
Regie: Pedro Almodóvar
Darsteller: Antonio Banderas, Asier Etxeandia, Penélope CruzLeonardo Sbaraglia, Nora Navas, Julieta Serrano, César Vicente

Berühmt, reich und gefeiert steht Salvador Mallo (Antonio Banderas) plötzlich an einem Wendepunkt in seinem Leben und blickt zurück auf eine wilde Reise voller Höhen und Tiefen. Aufgewachsen im Valencia der 60er Jahre, aufgezogen von seiner liebevollen Mutter (Penélope Cruz), die sich ein besseres Leben für ihn wünscht, entdeckt er schon früh seine Leidenschaft für die Magie des Kinos und die Geschichten, die es erzählt. In den 80er Jahren zieht es ihn nach Madrid, wo er auf Federico (Leonardo Sbaraglia) trifft, eine Begegnung, die sein Leben von Grund auf verändern wird.
Gezeichnet von seinem exzessiven Leben blickt Salvador jetzt auf die Jahre zurück, in denen er als Regisseur große Erfolge feierte, schmerzliche Verluste hinnehmen musste, aber auch zu einem der innovativsten und erfolgreichsten Filmschaffenden in Spanien wurde. Durch die Reise in seine Vergangenheit und die Notwendigkeit diese zu erzählen, findet Salvador den Weg in ein neues Leben…. (StudioCanal)



Paranza - Der Clan der Kinder

Psychoanalyse & Film am Mittwoch, 28.10.20, 20:00 Uhr
"Wie Kinder ohne Perspektive vom Geld und der Macht der Mafia verführt werden"
vorgestellt von I. Rigamonti

I 2019
Regie: Claudio Giovanessi
Darsteller: Francesco Di Napoli, Viviana Aprea, Mattia Piaon Del Balzo, Ciro Vecchione, Ciro Pellechia, Ar Tem

Sie wollen Markenschuhe, Motorroller und das schnelle Geld: In ihrer Heimatstadt Neapel, wo die Mafia-Bosse der Camorra umgebracht oder verhaftet wurden, haben Nicola und die Jungs aus seiner Clique das Regiment übernommen. Die 15-jährigen haben weder Angst vor dem Gefängnis, noch vor dem Tod. Denn für sie gibt es kein Morgen, keine Perspektive, keine Hoffnung. Sie dealen mit Drogen und begehen Morde, während sie nachts bei ihren Eltern schlafen und ihre ersten Erfahrungen in Sachen Liebe machen.
Die „Paranzas“, wie sie sich selbst nennen, wollen alles – und das am besten sofort. Im Zentrum der Geschichte steht Nicola (Francesco Di Napoli), der den Krieg zwischen den verfeindeten Clans gekonnt für seine Geldgeschäfte nutzt. Mehr als diesen Krieg liebt er nur seinen jüngeren Bruder und die schöne Letizia (Viviana Aprea), mit der er sich sogar einen Neuanfang außerhalb der verschworenen Gemeinschaft vorstellen kann… (Prokino)



Systemsprenger

Psychoanalyse & Film am Mittwoch, 25.11.20, 20:00 Uhr
"Kino als Wutmaschine. Aus dem Leben eines schwer traumatisierten Mädchens
vorgestellt von C. Pop und K. Kruse (Gastreferentinnen aus Saarbrücken)

D 2019
Regie: Nora Fingscheidt
Darsteller: Helena Zengel, Albrecht Schuch, Lisa Hagmeister, Gabriela Maria Schmeide, Melanie Straub

Benni ist neun, keineswegs dumm, aber oft nicht zu bändigen. Durch ein frühkindliches Trauma hasst sie es, im Gesicht berührt zu werden, eine Schwäche, die andere Kinder in der Schule oder den wechselnden Heimen, durch die Benni gereicht wird, auszunutzen verstehen. Kommt es zum Streit reicht eine Berührung und Bennis rastet aus. Die Sozialarbeiterin Frau Bafané (Gabriela Maria Schmeide) hat trotz allem große Sympathien für Benni, sieht, dass sie ein kluges Kind ist, doch langsam gehen ihr die Optionen aus. Kein Heim in der Region will Benni mehr aufnehmen, jede Möglichkeit scheint erschöpft, auch die an sich Beste, eine Rückkehr zur Mutter Bianca (Lisa Hagmeister), ist wenig aussichtsreich, denn die Mutter ist von ihrer Tochter komplett überfordert.

Der Weg in die geschlossene Anstalt scheint unausweichlich, doch der Sozialarbeiter Micha (Albrecht Schucht) erkennt sich in Benni wieder. Er war selbst einst auf dem Weg, sein Leben komplett zu verpfuschen und hat gerade so die Kurve bekommen. Er schlägt vor, mit Benni drei Wochen im Wald zu verbringen, in der Ruhe der Natur, ohne Fernsehen, ohne Ablenkung, ohne Irritationen... (programmkino.de)



GLORIA FTB GmbH, Heidelberg.
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